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Online SysInt Conference - 11.11. - 13.11.2020

5th International Conference on System-Integrated Intelligence

SySInt2020 Live!

For the 5th time since 2012, the SysInt conference provides a forum for academia and industry to disseminate their latest innovations and practices in the field of system-integrated intelligence. The focus is on integration of new, intelligent functionalities into materials, components, systems and products to enable future technologies with enhanced capabilities. Industry 4.0 and smart manufacturing solutions will feature prominently in the final programme.

We invite academia and industry to present and discuss innovative technologies and products, centered around six primary topics:

Besides the paper presentations, the conference program also offers keynote speeches from some of the discipline's most renowned scientists. Eric MacDonald Ph.D., P.E. from the Youngstown State University will give a talk regarding “3D Printing of Multi-Functional Structures”. Another speech will be held by Prof. Ravinder Dahiya from the University of Glasgow about “Soft Squishy Electronic Skin”.

Online-Ringvorlesung zu „Sensorischen Materialien“ - 27.4.2020

RVSM20Die fachübergreifende Ringvorlesung „Sensorische Materialien“ erstmals online konzipiert und für alle Interessierten geöffnet.

Alles online dank Corona: Die Fachbereiche Mathematik/Informatik und Produktionstechnik der Universität sowie das Fraunhofer-IFAM haben die fachübergreifende Ringvorlesung „Sensorische Materialien“ erstmals online konzipiert und für alle Interessierten geöffnet.

Verantwortlich für die Organisation der Online-Ringvorlesung sind PD Dr. Stefan Bosse (Fachbereich Mathematik und Informatik / Universität Bremen) und Dr.-Ing. Dirk Lehmhus (Fraunhofer Institut für Fertigungstechnik und angewandte Materialforschung - IFAM). Die Vortragenden gehören der neuen Forschungsgruppe 3022 „Ultraschallüberwachung von Faser-Metall-Laminaten mit integrierten Sensoren“ der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) an. In ihr arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Bremen, des Faserinstituts Bremen (FIBRE), des Bremer Leibniz-Institut für Werkstofforientierte Technologien - IWT, der TU Braunschweig, dem DLR Braunschweig und der HSU Hamburg zusammen. Im Mittelpunkt stehen „fühlende“ Materialien

Im Rahmen der Veranstaltung wird ein Überblick über die aktuelle Arbeit von Forscherinnen und Forschern zum Thema Sensorische Materialien mit der Anwendung in der Schadenserkennung und Bewertung in Hybriden Materialien (Faser-Metall-Laminate) gegeben. Sensorische Materialien sind Materialien, die tatsächlich „fühlen“ können. Sie sammeln Daten über ihren eigenen Zustand oder ihre Umgebung, verarbeiten diese und nutzen die gewonnenen Informationen intern oder kommunizieren sie nach außen.

Die erforderlichen Kompetenzen reichen von den grundlegenden Naturwissenschaften über die Materialwissenschaften bis hin zu Informatik. Produktionstechnik, Mikrosystemtechnik und Systems Engineering stellen wichtige Bindeglieder für die Zusammenfassung der Komponenten und die Realisierung von Produkten dar. Sensoren gehören zum Alltag – und werden immer mehr

Die Anwendungsfelder sind vielfältig und umfassen etwa die Robotik, die Strukturüberwachung oder auch das tägliche Umfeld. Schon heute unterstützen uns in alltäglichen Produkten vom Mobiltelefon bis zum Automobil eine Vielzahl an Sensoren, hinter denen eine stetig wachsende Rechenleistung steht. Diese Entwicklung wird sich fortsetzen, und sensorische Materialien werden ihren Anteil daran haben. Die Vorlesung beleuchtet schlaglichtartig zentrale Aspekte dieser Vision – beginnend bei grundlegenden Technologien bis hin zu wichtigen Anwendungsfeldern.

Die Veranstaltung ist als interregionale Ringvorlesung konzipiert. Alle Interessierten können teilnehmen und die Vorträge hören und sehen. Zu erreichen ist die Online-Vorlesung hier:

http://www.edu-9.de/Lehre/sm2k

Fragen beantwortet:

PD Dr. Stefan Bosse Fachbereich Mathematik und Informatik Universität Bremen DFG Forschungsgruppe 3022 E-Mail: sbosseuni-bremen.de

Quelle: WEB

Den Fingerabdruck von Materialschäden erkennen - 19.2.2020

Mit eingebauten Sensoren Schäden automatisch unter Einsatz von Ultraschallwellen und Künstlicher Intelligenz zu charakterisieren – das ist das Ziel der neuen DFG-Forschungsgruppe FOR3022 unter Beteiligung des Leibniz-Instituts für Werkstofforientierte Technologien – IWT und der Universität Bremen.

In der Luft- und Raumfahrtindustrie werden zunehmend hybride Werkstoffe eingesetzt. Denn die Verbundwerkstoffe bieten besondere Funktionseigenschaften, die die steigenden technischen und wirtschaftlichen Anforderungen dieser Industriezweige abdecken. Verbundmaterialien aus faserverstärkten Kunststoffen mit Metallfolien – sogenannte Faser-Metall-Laminate – weisen aufgrund ihrer hybriden Struktur signifikante Vorteile gegenüber Aluminium auf, welches nach wie vor den Standardwerkstoff in der Luftfahrtbranche darstellt. Aus diesem Grund werden Faser-Metall-Laminate zunehmend an Flugzeugteilen verbaut, die besonders anfällig für Einschläge wie beispielsweise Vogelschlag sind. Dabei können Schäden wie das Ablösen von Verklebungen, sogenannte Delaminationen, sowie von außen nicht sichtbare Risse entstehen. Lange Vorbereitungszeit für das neue Projekt

Um entstehende Schäden in solchen hybriden Werkstoffen besser verstehen und sicher diagnostizieren zu können, widmet sich seit Kurzem eine neu eingerichtete DFG-Forschungsgruppe FOR3022 „Ultrasonic Monitoring of Fibre Metal Laminates Using Integrated Sensors“ der Untersuchung, Charakterisierung und Diagnostik von Schäden in Faser-Metall-Laminaten. Dem nun realisierten Forschungsvorhaben geht eine lange Vorbereitungsphase voraus. Die initialen Ideen für das Großprojekt entstanden im Rahmen der ehemaligen zentralen wissenschaftlichen Einrichtung „Integrated Solutions in Sensorial Structure Engineering - ISIS“ der Universität Bremen.

Der Forschungsverbund widmet sich in einer ersten Phase drei Jahre lang diesem Vorhaben. Gefördert wird die Forschungsgruppe von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) mit einem Fördervolumen von 2,7 Millionen Euro. An dem Forschungsvorhaben sind in Bremen neben dem Leibniz-IWT die Universität Bremen mit dem Fachbereich Informatik (PD Dr. Stefan Bosse) und Elektrotechnik (Professor Walter Lang) sowie das Faserinstitut (Professor Axel Herrmann), das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und die Helmut-Schmidt-Universität Hamburg (HSU) beteiligt. Professor Michael Sinapius vom Institut für Adaptronik und Funktionsintegration an der TU Braunschweig koordiniert das Vorhaben. Jeder Schaden hinterlässt seinen Fingerabdruck

„Mit der neuen Forschungsgruppe wollen wir neue Erkenntnisse über die Wechselwirkungen von Impact-Schäden und Ultraschallwellen in Faser-Metall-Laminaten gewinnen“, so Axel von Hehl, Leiter der Abteilung Leichtbauwerkstoffe am Leibniz-IWT und Mitglied des MAPEX Center for Materials and Processes der Universität Bremen. „Ziel der ersten Phase ist insbesondere die Schadenscharakterisierung. Das heißt: Wir wollen den Fingerabdruck eines spezifischen Schadens erfassen und identifizieren.“ Solche Schäden verändern die Ausbreitung von Ultraschallwellen, die zur Schadensdetektion genutzt werden sollen. Dabei kommen – anders als in der Medizin- oder Diagnosetechnik – sogenannte geführte Ultraschallwellen zum Einsatz. Diese breiten sich in dünnwandigen Bauteilen, wie Flugzeugrumpfhäuten aus. Um zu wissen, um welche Schadensklassen es sich in jedem Einzelfall genau handelt, setzen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler das am MAPEX Center verfügbare hochauflösende Röntgen-Mikroskop ein. Anhand einer Zuordnung der Schadensklassen zu den gemessenen Ultraschallsignalen wird das Ultraschallprüfverfahren so lange trainiert, bis mit ihm eine zuverlässige Schadensidentifikation möglich wird. Ein Diagnosesystem für Impact-Schäden

Um später eine Schadensüberwachung im Betrieb zu ermöglichen, beschäftigen sich die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zudem mit der Integration von Sensoren in den Werkstoff. Diese sollen im Betrieb sogenannte Impact-Schäden erkennen und charakterisieren und somit Informationen über das Ausmaß eines Schadens geben. „Die Informationen müssen dabei aus einer großen Menge an Rohdaten gewonnen und abgeleitet werden, was nur noch durch automatisierte Verfahren und durch den Einsatz der Methoden der Künstlichen Intelligenz realisiert werden kann“, wie Privatdozent Stefan Bosse aus der Informatik erklärt.

In einer möglichen zweiten dreijährigen Förderphase der Forschungsgruppe sollen die bis dahin gewonnenen Erkenntnisse der Schadenscharakterisierung in Untersuchungen der Schadensentwicklung einfließen. Dadurch ließen sich genauere Aussagen über das Ausmaß eines Schadens und den daraus resultierenden Handlungsbedarf treffen. Auf dieser Grundlage sollen die eingebauten Sensoren langfristig als sicheres Diagnosesystem für Impact-Schäden am Flugzeug eingesetzt werden.

FORHYB3022Sie untersuchen mit einer DFG-Forschungsgruppe Impact-Schäden in Faser-Metall-Verbundmaterialien: Professor Lang, Professor Axel Herrmann, Dr.-Ing. Axel von Hehl und Privatdozent Stefan Bosse (von links) [© Leibniz-Institut für Werkstofforientierte Technologien - IWT]

Quelle: WEB

Tag der Lehre - 4.12.2019