Eine Einführung in Analoge und Digitale Systeme für Informatiker mit Elektronikgrundlagen und Signalverarbeitung
Prof. Dr. Stefan Bosse
Universität Koblenz - Praktische Informatik
Stefan Bosse - ADS - Modul D Digitale Konfiguration und Parametrisierung :: Digitale Parametrisierung
Bisher gab es nur statische analoge Schaltungen die durch externe Spannungsquellen (DAC) indirekt veränderlich wurden und fest verdrahtet waren.
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Es gibt verschiedene Möglichkeiten:
Kopplung eines lichtempfindlichen Widerstands (LDR, Cd-S Materialien) mit einem Leuchtmittel, z.B. einer Leuchtdiode
Kopplung eines lichtempfindlichen Halbleiters (Fotodiode, Fototransistor / Bipolar oder FET) mit einem Leuchtmittel, z.B. einer Leuchtdiode
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Mit Analogschaltern und Widerstandsnetzwerken (wie bei DAC Schaltungen).
Mit geschalteten Kapazitäten!
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Drei unterschiedlich große Cadmiumsulfid-Fotowiderstände neben einer Millimeterskala. Die auf jedem Gerät sichtbare mäanderförmige Spur vergrößert die beleuchtete Fläche und verstärkt die Widerstandsänderung mit Licht.
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Es gilt:
R(S)≈R0(S0S)γγ≈[1,2]
wobei S0 eine Referenzintensität ist und γ eine empirisch zu ermittelnde Exponentkonstante.
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LunaInc LDR Optokoppler und Kennlinie
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OptoFet von Onsemi (H11F1M). Der FET hat nur einen kleinen Übetragungsbereich, d.h. wo der Widerstand konstant in Abhängigkeit von der FET Spannung V46 ist. D.h. nur für Kleinsignalanwendungen < ±0.1V geeignet.
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Spannungsgesteuerte Stromquelle mit einem OpAmp: RV ist der Verbraucher (Stromsenke). (a,b) I=Ue/RM (c) I=(U3−U1)/R3
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Ein digitaler Pulsweitensignalgenerator. Es gibt einen digitalen Zähler und einen digitalen Komparator. Wenn der Zählerwert kleiner als der vorgegebene Digitalwert ist wird der Ausgang 0 sein, ist er größer dann 1. Der Zähler fängt nach dem maximalwert wieder bei Null an. Mit einem Tiefpassfilter ergibt sich ein mittlerer Strom (oder mittlere Spannung) die proportional zum dem Tastverhältnis ist, also der An/Auszeit.
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Eine wichtige Klasse von analogen integrierten CMOS-Schaltungen sind Schaltkondensatorschaltungen (SC), bei denen hochpräzise Widerstände mit großen Widerstandswerten durch Schalter und Kondensatoren implementiert werden.
SC Widerstände. Die Schalter können wieder durch (MOS)FET realisiert werden. Es muss hier die frequenz variiert werden um einen effektiven Widerstand R einzustellen.
SC Widerstände. Ersatzschaltbild.
Idealerweise ist der Widerstand:
R=1FC
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| Methode | Vorteile | Nachteile |
|---|---|---|
| LDR | Großer Widerstandsbereich, Widerstand nahezu unabhängig von Signalspannung, bipolare Signalspannungen möglich, mittlerer Strombelastbarkeit, hohe Signalspannungen möglich (50V) | Widerstand ist Kehrwert einer Funktion der Intensität, langsame Änderung/Abklingen (bis zu 30 s von hell nach dunkel Übergang), träge, nicht integrierbar da CdS temperaturempfindlich ist und einen Lötprozess nicht "überlebt" |
| Opto-FET | Großer Widerstandsbereich, tendenziell proportionale Abhängigkeit des Widerstands von Lichtintensität, mittlere Strombelastbarkeit, integrierbar, schnelle Reaktion | Nichtlinearität des Widerstands mit Signalspannung, nur einsetzbar für niedrige Signalspannungen |
| Pulsweitenmodulation | Einfach digital umsetzbar und progranmmierbar | Die An/Austastung erzeugt insgesamt ein Rechtecksignal mit niedriger Frequenz (z.B. fclk=20 MHz, Tastverhältnis 50%, n=12 Bit, fsig=2.5 kHz, bei n=16 Bit dann 150 Hz!), Steuersignal kann sich auf eigentliches Signal überlagern |
| Geschaltete Kondensatoren | Einfach aufzubauen | Variable Frequenz erforderlich und schwieriger zu erzeugen, Schaltfrequenz überlagert sich zum Signal und muss gefiltert werden und begrenzt obere Frequenz des Signals selber (Samplingtheorem!) |
| Schaltnetzwerke mit Analogschaltern | Klar definierte diskrete Widerstandswerte | Hoher Schaltungsaufwand, nur wenige diskrete Widerstandswerte möglich, bei linearen Netzwerken nimmt der Diskretisierungsfehler (auflösung) mit kleiner "Bitwerten" stark zu |
Vergleich verschiedener veränderlicher und digital steuerbarer Bauteile (Widerstände)
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Die Konfiguration einer Analogschaltung ist durch die Netzliste der Bauteile (Verbindungsgraph) gegeben, die frei konfigurierbar sein sollte. Die Parametrisierung ist i.A. ebenfalls Bestandteil, d.h., gegebene Bauteile in ihrem Wert ändern.
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Analogschalter werden technisch mit Feldeffekttransistoren realisiert.
Prinzipiell kann man mit nur einem FET einen Signalpfad trennen und wieder schließen.
Der Durchgangswiderstand einer so einfachen Anordnung ist aber von der Polarität der Signalspannung abhängig.
Analogschalter, schematische Innenschaltung und symbolische Darstellung
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Analogschalter gibt es in vielfältigen Ausführungen. Analog zu mechanischen Schaltern gibt es Analogschalter als:
Analogschalter, Umschalter und Analogmultiplexer
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Generell gilt, dass die Spannungen am Signalpfad eines Analogschalters die Spannungen +UB bzw. −UB nicht über- bzw. unterschreiten dürfen.
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Wesentliche elektrische Parameter von Analogschaltern sind:
Stefan Bosse - ADS - Modul D Digitale Konfiguration und Parametrisierung :: Programmierbare Verstärker
Um bestimmte Eigenschaften eines Verstärkers digital programmierbar zu machen, werden in den Signalpfad oder einen Rückkopplungspfad Analogschalter oder Analogmultiplexer eingefügt. Diese erlauben es, mit digitalen Steuersignalen Verstärkung oder Frequenzgang zu ändern oder einen von mehreren Eingangs- oder Ausgangskanälen auszuwählen.
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Parametrisierung durch Konfiguration (Verschaltung)
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Adresse und Verstärkung bei linearer Gewichtung
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Analog Devices AD75019 16 × 16 Kreuzmatrixschalter
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